Bildende Kunst
zum Reformationsjubiläum 2017

Von Künstlern aus Sachsen-Anhalt


Sehnsucht Ablass

Ausstellung des Halleschen Kunstvereins e.V.
im Künstlerhaus 188, Böllberger Weg 188, 06110 Halle (Saale)

21. Mai 2017 bis 11. Juni 2017
geöffnet Montag bis Sonntag 11–17 Uhr
(Eintritt frei)
 


Ausstellungseröffnung am SONNTAG, dem 21. MAI 2017, um 11 UHR


 

Beteiligte Künstler
Dietmar Augustin, Burghard Aust, Susanne Berner, Walter Böhm, Helga Borisch, Inés Brock
Jutta Bude, Ines Buff, Steffen Christophel, Iryna Federowa, Dieter Gilfert, Günter Giseke
Lutz Grumbach, Thomas Haufe, Christine Heinemann, Gudrun Jung, Norbert Kaltwaßer
Else Kobe, Ronald Kobe, Bernd Leistner, Knut Mueller, Rolf Müller, Maria Nühlen
Karl Oppermann, Bruno S. Otto, Dietmar Petzold, Hans-Christoph Rackwitz, Olaf Rammelt
Hans-Wolfgang Timme, Harry Voigt, Klaus-Jürgen Wöckel

„Sehnsucht Ablass…“
Ablass ist ein Begriff, der heute nach allgemeinem Verständnis nur historisch zu existieren scheint – und doch weiß (fast) jeder, worum es sich handelt. „Wenn man das Wort ‚Ablass’ durch das Wort Entschuldung ersetzt, dann wird heutigen Zeitgenossen vielleicht etwas deutlicher, was es mit dem Ablasshandel auf sich hatte, der vor 500 Jahren ein wesentlicher Anlass dafür war, dass in Wittenberg ein Mönch und Bibelprofessor seine 95 Thesen verfasste.“ (Ernst-Joachim Waschke)
Wie weit man „Sehnsucht Ablass“ gemäß der vom Halleschen Kunstverein getätigten Ausschreibung für bildende Künstler des Landes Sachsen-Anhalt auch wirklich mit bildnerischen Mitteln fassen
kann, sei dahingestellt.
Auf jeden Fall haben sich 31 Künstler nicht schrecken lassen und haben ihre „Sehnsucht Ablass“ auf höchst unterschiedliche Weise als eigenständiges Werk umgesetzt.
Dass dabei Luthers Gedankenwelt und damit die Reformation vor 500 Jahren – äußerer Anlass dieser Aktion – zwar vorhanden ist, wenn auch öfter nur im Hintergrund zu ahnen, tut der Sache keinen Abbruch, denn die Kritik Luthers daran, sein Gewissen freikaufen zu können, ist von erstaunlicher Zeitlosigkeit. Und genau dem begegnet man vielfach in den hier versammelten 41 Bildwerken von Malerei über Collage, Zeichnung und Druckgrafik sowie Fotografie bis zur Installation.
Dabei viel von der Auseinandersetzung mit dem Thema ausgelöstes nachdenklich Machendes, aber genauso Hintergründig-Sarkastisches bis zu Spielerischem.
So wird wohl dieser Beitrag der Künstler aus Sachsen-Anhalt entsprechend dem Ziel der Aktion
(siehe Ausschreibung) auf besondere Weise auch der Vollendung der Reformationsdekade gerecht…
Hans-Georg Sehrt

Eventuelle Rückfragen bitte an Dr. Hans-Georg Sehrt, Tel. (0345) 5 32 32 96