Guillermo Deisler (1940-1995)
Für das Theater…

Figurinen, Bühnenbilder, Plakatentwürfe u.a.

Ausstellung des Halleschen Kunstvereins in der Kunstvereinsgalerie der Oper Halle

27.11.2010-30.01.2011

geöffnet zu den Vorstellungen

Eröffnung: Sonnabend, 27. November 2010, 17 Uhr

In dieser Ausstellung zeigt der Hallesche Kunstverein in der Kunstvereinsgalerie der Oper Halle erstmals Arbeiten des Chilenen Guillermo Deisler, die im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für die Bühne entstanden sind. Während in früheren Ausstellungen, so auch in der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle 1997, die freie Grafik sowie Buchobjekte und die visuelle Poesie im Mittelpunkt der Betrachtung standen, geht es diesmal um seine eigentliche Tätigkeit, um die Arbeit für die Bühne. Hier hat Guillermo Deisler in vielerlei Hinsicht gewirkt. Das betrifft den Entwurf von Bühnenbildern und die Ausstattung von den verschiedensten Bühnenwerken wie vor allem auch das „Beiwerk“ in Form der Plakate und Programmbroschüren. Für alle diese Bereiche gibt es für die von ihm betreuten Stücke in den USA genauso wie in Berlin, Bremen und vor allem auch Halle eine Vielzahl von Entwürfen in Form von Skizzen, Zeichnungen, Figurinen und direkten Arbeitsblättern für die Herstellung von Kostümen usw. Der überwiegende Teil dieser Arbeiten ist originalgrafischer Art. Dabei wird in manchen der gezeigten Entwürfe auf sehr reizvolle Weise der Weg vom Entwurf bis zur Realisierung deutlich und offenbart Phantasie und Gedankenwege des Künstlers. – Guillermo Deisler ist 1940 in Santiago de Chile geboren und 1995 in Halle nach schwerer Krankheit gestorben. Nach dem Studium der Theatergrafik und Malerei an der Universität in Santiago war er als Assistent und Dozent an der Universität Antofagasta in Nordchile tätig, ehe er 1973 verhaftet wurde und anschließend in Exil zunächst nach Frankreich und dann nach Bulgarien gehen musste. 1986 kam er dann nach Halle und arbeitete am Landestheater Halle bzw. dann der Oper Halle als Bühnengrafiker. In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland wurden seine Arbeiten bekannt. Die Ausstellung war nur dank der großzügigen Leihgaben seiner Witwe Laura Coll möglich, die seit 2009 wieder in Santiago de Chile lebt, aber zur Austellungseröffnung nach Halle, an den Wirkungsort ihre verstorbenen Mannes, kommen wird. Diese Ausstellung schließt als dritte nach der des ehemaligen Ausstattungsleiters der Oper Halle Bernd Leistner und der des Malers Hanspeter Bethke den  im Rahmen des Schwerpunktes des Halleschen Kunstvereins im Jahre 2010, dem 20. Jahr seines (Wieder-)Bestehens, veranstalteten Ausstellungs-Zyklus zum Thema Theater ab.

Die Eröffnung der Ausstellung findet in der Kunstvereinsgalerie der Oper Halle am Sonnabend, dem 27. November 2010, um 17 Uhr statt (Eintritt frei).


 

Laura Coll und Hans-Georg Sehrt (Foto: Jürgen Domes)