Hermann Bachmann 1922-1995

Frühes und Unbekanntes

- Malerei -

 

Ausstellung des Halleschen Kunstvereins e.V.

in der Kunstvereinsgalerie der Oper Halle

12.05. - 08.07.2012

geöffnet zu den Vorstellungen

Eröffnung: Sonnabend, 12. Mai 2012, 17 Uhr

 

Der in Halle geborene Maler Hermann Bachmann wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt der Hallesche Kunstverein Malerei unter dem Titel „Frühes und Unbekanntes“. Die Werke konnten aus dem von seiner Witwe Gisela Bachmann in Karlsruhe-Durlach betreuten Nachlass für die hallesche Ausstellung ausgewählt werden und sind bisher überwiegend noch nicht in Ausstellungen präsentiert worden. Die Auswahl berücksichtigt einmal die noch stärker am Gegenständlichen und Figürlichen orientierte „graue“ Phase der Zeit in Halle und zum anderen die farbkräftige und oft mit Schrift verbundene  freie Malerei seiner späteren Jahre in Berlin und Karlsruhe. Diese Schau ist zugleich eine Fortsetzung des kulturellen Austauschs mit der halleschen Partnerstadt, in der zuletzt der Hallesche Kunstverein aus Anlass des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums die Ausstellung „Druckgrafik IV aus Halle an der Saale“ im Künstlerhaus Karlsruhe im Februar 2012 mit großer Resonanz veranstaltet hat. - Hermann Bachmann hatte seine künstlerischen Anfänge in Halle, war nach dem Krieg hierher zurückgekommen und hatte auch in diesen Jahren bei der privaten Galerie Henning seine ersten Ausstellungen. 1953 musste er Halle fast fluchtartig auf Grund der politischen Verhältnisse, aber auch seiner Auffassung von freier bildender Kunst, die im Gegensatz zur offiziellen Doktrin stand, verlassen. Hintergrund war vor allem die in diesen Jahren geführte für Künstler mit seinen bildkünstlerischen Vorstellungen gefährliche Formalismus-Realismus –Debatte, die eine Verurteilung auch seiner Kunst durch die Kulturverantwortlichen der DDR bedeutete. In West-Berlin, wo er von 1961 bis 1987 eine Professur an der Hochschule der bildenden Künste Berlin-Charlottenburg hatte, war er schnell bekannt und hatte über die Jahrzehnte große Ausstellungen, wogegen er in Halle - wie auch seine Künstlerkollegen, die wie er Halle Richtung Westen verlassen hatten - totgeschwiegen wurde. Das hat sich erst nach 1990 geändert, indem Personalausstellungen in den Ausstellungshallen auf der Peißnitz und in der Galerie Moritzburg stattfanden und seine Werke bei Gemeinschaftsausstellungen des Halleschen Kunstvereins sowie des Kunstvereins Talstraße gezeigt worden sind.

Die Eröffnung dieser Ausstellung des Halleschen Kunstvereins in der Kunstvereinsgalerie der Oper Halle findet am Sonnabend, dem 12. Mai 2012 , um 17 Uhr statt (Eintritt frei).