Achim Freyer
Berlin


MALEREI

Ausstellung des Halleschen Kunstvereins e. V.
in der Kunstvereinsgalerie der Oper Halle


02. Dezember bis 17. Februar 2019
geöffnet zu den Vorstellungen (Eintritt frei)


Ausstellungseröffnung am Sonnabend, 02. Dezember 2018, um 17 Uhr
 

Achim Freyer   Achim Freyer
  
WV 3861. Metaphysisch. 2017. R 19817. Acryl auf Leinwand. 150 x 100 cm                    WV 3866. 817. 2017. Acryl auf Leinwand. 80 x 100 cm              


Achim Freyer    Achim Freyer
 
               WV 3867. Gegenlicht. 2017. Acryl auf Leinwand 50 x 70 cm                              WV 3872. Ausblick. 2008. Acryl auf Leinwand. 70 x 90 cm         

    
 

Achim Freyer
1934 in Berlin geboren
1951–1955 Studium an der Meisterschule für Grafik und Buchgewerbe von Groß-Berlin
(ab 1952 – Fachschule für Grafik, Druck und Werbung Berlin), Fach: Gebrauchsgrafik
1955–1956 Meisterschüler für Bühnenbild bei Bertolt Brecht und Karl von Appen am Berliner Ensemble und an der Akademie der Künste, Ost-Berlin
seit 1956 freie Malerei
1959–1972 Arbeiten als Bühnen- und Kostümbildner für Ruth Berghaus, Adolf Dresden und Benno Besson
1972 Flucht aus der DDR
1973–1978 Arbeiten als Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel und Oper
1975–1978 Inszenierungen mit Claus Peyman in Stuttgart
1976–1999 Professur für Bühnenbild an der Hochschule der Künste, Berlin
1977 Beteiligung an der documenta 6, Kassel
seit 1977 Zusammenarbeit mit verschiedenen bekannten zeitgenössischen Komponisten, Inszenierungen zeit-genössischen Musiktheaters
1987 Beteiligung an der documenta 8, Kassel
1990 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1991 Gründung des Freyer-Ensembles
2000 Bayerischer Theaterpreis
2012 Eröffnung des Kunsthauses der Achim-Freyer-Stiftung, Berlin
2015 „Nestroy“, Wiener Theaterpreis für das Lebenswerk
2016 „Der Faust“, Deutscher Theaterpreis
lebt und arbeitet in Berlin und in der Toskana
Zahlreiche Inszenierungen und Personalausstellungen im In- und Ausland (u. a. 2008 Hallescher Kunstverein, Katalog Nr. 98), Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland


Künstler, die ihre Kreativität auf verschiedene Weise anwenden/umsetzen, gibt es so manche. Diejenigen, die in gleicher Qualität und mit ähnlichem Anspruch mehr als eine Kunst betreiben, gibt es dagegen schon wesentlich weniger.
Zu letzteren gehört ohne Frage der in Berlin lebende Achim Freyer.
Eine seiner legendären Inszenierungen der letzten Jahre ist u. a. Richard Wagners „Ring“ in Los Angeles, derzeit entsteht er in Südkorea.
Also Regisseur, Bühnenbildner, Leiter einer Theaterkompagnie, Stifter und Stiftungsvorsitzender und Sammler. Und alles bei ihm ganz selbstverständlich in engster Verbindung zur Musik.
Ja, und Maler. Seine Bilder entstehen im Wesentlichen in der Toskana und in Berlin.
Die Verbindung zu seinem langjährigen Freund, dem Maler Walter Weiße in Freyburg (Unstrut), bewirkt, dass bei seinen regelmäßigen besuchsweisen Aufenthalten hier auch immer wieder Bilder dazu entstehen.
Nach der Ausstellung 2008 des Halleschen Kunstvereins mit Zeichnungen und Malerei gibt es nun ausschließlich neue Malerei aus den Jahren von 2008 bis 2018 von ihm zu sehen. Temperamentvoll und farbenfroh zwischen gegenständlich und abstrakt. Dabei spielen Raum und Strukturen eine besondere Rolle. Das hat viel mit Theater zu tun, und so passt diese Schau ausgezeichnet in die Kunstvereinsgalerie der Oper Halle.
Wir danken Achim Freyer dafür und freuen uns auf diese Ausstellung zum Jahreswechsel, die zugleich in gewisser Weise als eine erste Gratulation zu seinem 85. Geburtatag im kommenden Jahr verstanden werden kann…


Dr. Hans-Georg Sehrt