Gerhild Ebel
Halle (Saale)

poesie 3.1
books & graphik

Ausstellung des Halleschen Kunstverein e. V.
im Stadtarchiv Halle,

Rathausstraße 1,
06108 Halle (Saale)


17. September bis 17. Oktober 2019
geöffnet Mo 10–15 Uhr
Di–Do 10–18 Uhr
Freitag auf Anfrage

(Eintritt frei)

Ausstellungseröffnung am Dienstag, 17. September 2019, 18 Uhr

 

Grußwort:
Dr. Judith Marquardt
Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle
Zur Ausstellung:
Ulf Dräger
Kustos, Kunstmuseum Moritzburg Halle


ebel

»zeckenmilbenwanzenschaben« Künstlerbuch gms. mit Ottfried Zielke 2002

Ebelt

»seven people« Künstlerbuch/Blattserie 1998

 

Gerhild Ebel,
geboren in Halle 1965.
Studium der Phytopathologie, Martin-Luther-Universität Halle,
Diplom 1990.
Konzeptionelle Arbeiten in den Grenzbereichen von Sprache, Bild und Wissenschaft: Installationen, Künstlerbücher, Grafiken, Papierschnitte mit Cutter, Objekte, Prägedrucke, Arbeiten auf Leinwand sowie experimentelle Literatur seit 1988.
50 Buchveröffentlichungen in verschiedenen Verlagen.
Hrsg. der original-grafischen Zeitschrift »miniature obscure« gms. mit C. Ahnert 1990-2007.
Hrsg. der original-grafischen Edition »quartett« seit 2008.
Hrsg. der Enzyklopädie für experimentelle Kunst und Literatur »art_lex« seit 2015.
diverse Stipendien und Kunstpreise seit 1993.

Gerhild Ebel lebt freiberuflich als Künstlerin, Autorin, Herausgeberin in Halle und Berlin.
Arbeiten befinden sich in über 50 internationalen öffentlichen Museen und Sammlungen u.a.
MOMA New York, Centre Pompidou Paris, San Francisco Museum of Modern Art, Victoria & Albert Museum London und wurden zahlreich ausgestellt.

www.gerhild-ebel.de

»Es ist gerade die originäre und kreativ eigenwillige Kooperation von Sinn und Gestalt, die Ebels Arbeiten nicht nur eine unverwechselbare eigene Handschrift gibt, sondern auch Garant einer konzeptionell schlüssigen Umsetzung ist. Die Künstlerin hat in den letzten Jahren ein Werk vorgelegt, das auf dem Gebiet der konzeptionellen Buchkunst als international führend gilt und damit Eingang in zahlreiche der weltweit bedeutendsten Sammlungen auf diesem Gebiet fand.
Möglicherweise wirkt Ihr wissenschaftliches Studium richtungsweisend für ihre künstlerische Arbeit. Auch die Programmatik der Arbeiten ist präzise durchdacht. Ebels Werke behalten jedoch immer eine von feinsinnigem Humor gestimmte Rückbindung, die auch ihre literarischen Arbeiten nicht ausnimmt. Die Kombinationen von Text und Bild sind äußerst vielfältig und finden sich auch in den von Gerhild Ebel herausgegebenen original-grafischen Künstlerzeitschriften sowie in der von ihr publizierten Enzyklopädie für Literatur und Kunst wieder, in denen eine Korrespondenz brillanter Beiträge renommierter Autoren, Künstler und Komponisten weltweit ein spannungsvolles Ganzes zur jeweiligen Thematik entstehen lässt. Darüber hinaus ist es vor allem der virtuose Einfallsreichtum der Herausgeberin, der den Charakter der Editionen deutlich prägt. Die von Ebel publizierten Projekte für experimentelle Literatur und Kunst zählen zu jenen international bemerkenswerten Künstler-Buch-Editionen, die richtungsweisend sind. Die Ausstellung verweist auf ein weit umfangreicheres Werk, das im Spannungsfeld von konzep-tioneller Strenge, Experimentierlust und Humor den Raum für neue Ideen schafft.«

Erik Stephan, Kunstsammlung Jena