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7. November – 13. Dezember 2026
Literaturhaus Halle, Bernburger Straße
Samstag und Sonntag 14–17 Uhr
Die Ausstellung wird unterstützt von Lotto Sachsen-Anhalt.
Programm
6. November 2026 19 Uhr:
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG im Rahmen der Festveranstaltung zur Vergabe des Halleschen Kunstpreises 2026 (gesonderte Einladung)
24. November 2026, 19 Uhr:
"Der Künstler auf dem Mars!" - ein Abend mit gelehrsamen Statements zu Juri Gagarin, der Schönheit eines Raumschiffes und zur Mars-Vision von Elon Musk, mit Texten von Jules Verne und Dougles Adams sowie Musik von David Bowie. Beteiligte: Ecke Eckstein, Jessika Piechocki, Susanne und Carsten Theumer, Klaus Völker, Ulf Dräger und Alexander Suckel. Bitte beachten. Es wird Eintritt erhoben.
13. Dezember 2026, 15 Uhr:
Finissage mit Podiumsgespräch „Engagierte Kunst" sowie Auktion ausgewählter Arbeiten von Carsten Theumer zugunsten der Villa Kinderplanet Halle (Saale) des Vereins für krebskranke Kinder e. V.
Zur Ausstellung
Carsten Theumer ist insbesondere als Meister der kleinen Formen international renommiert. Medaillen, Münzen und Kleinplastiken bestimmen quantitativ sein bisheriges umfangreiches Lebenswerk. Verschiedene Kunstpreise bezeugen das nationale und internationale Renommee des Künstlers, darunter „Art Award for Excellence in Medallic Sculpture“ der American Numismatic Association (2018) und der „Deutsche Medailleurpreis“ (2023). Die „British Art Medal Society“ zählt den Theumer „zu den führenden deutschen Medailleuren eines Landes, das für seine ausgeprägte Tradition der Medaillenkunst bekannt ist, der über viele Jahre hinweg die Medaillenkunst in Halle lehrte und mehrere Generationen von Bildhauermedailleuren prägte“ und würdigte ihn in diesem Jahr mit dem „Marsh International Lecture Award“, der herausragende Medaillenkünstler aus aller Welt ehrt.
Theumer ist aber auch ein Virtuose großen Formen. So gestaltete er u.a. 2018 die große Glocke, die „Osanna“, für die Nikolaikirche in Leipzig, schuf den „Vogelfängerbrunnen“ in Naumburg, aufgestellt 1996, und formte 1997 die Holzreliefs zu „Europa“ im Magdeburger Landtag. Der überlebensgroße „Schweinehirt“ (2021/2023) am halleschen Hallmarkt ist seine erste große Plastik für die Saalestadt, wobei Theumer schon 2004 die „Christian-Wolff-
Medaille“ der Stadt Halle (Saale) schuf und auch die Plastik für den seit 2003 kontinuierlich verliehenen Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“ stammt von dem Bildhauer.
Im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung stehen bei Carsten Theumer der Mensch und seine Lebenswelten. Überzeugend und treffend vermag er plastisch Aussagen zu formulieren, die sich häufig mit den großen Fragen der Gegenwart auseinandersetzen. Ohne zu belehren, erzeugt er Aufmerksamkeit für zunächst scheinbar Nebensächliches, das sich häufig als wichtige Frage des Daseins entpuppt. Seine Arbeiten bestechen mit einem starken erzählerischen Moment und spüren auch ungewöhnlichen Naturformen nach. Neue Themen, neue Formen, neue stilistische Mittel erarbeitet sich der Künstler immer wieder, angetrieben von einer großen Lust am Gestalten. Dabei gibt Theumer Bewährtes nicht auf, sondern erweitert seine plastische Handschrift immer wieder um mannigfaltige neue Facetten und Möglichkeiten. Lebendigkeit und Schaffensfreude prägen sein Werk in allen Erscheinungsformen. Zweifellos ist sein Gesamtwerk eine gewichtige Stimme im Konzert der zeitgenössischen Künste in Deutschland.
Ulf Dräger
Plakat: Tino Theumer
Zu Carsten Theumer
- 1956 in Zeitz geboren
- 1977 bis 1982 Studium der Bildhauerei bei Bernd Göbel an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle
- 1983 bis 1985 Aspirantur
- 1985 bis 1990 freischaffend in Halle (Saale)
- ab 1990 bis zu seiner Pensionierung künstlerischer Mitarbeiter im Fachgebiet Bildhauerei der Burg Giebichenstein
- lebt und arbeitet seit 2000 zusammen mit seiner Frau, der Grafikerin Susanne Theumer, in Höhnstedt im Saalekreis
Theumers Arbeiten sind in zahlreichen deutschen und europäischen Museen vertreten, darunter das Britische Museum London, die National Gallery of Scotland Edinburgh, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Staatlichen Museen zu Berlin, das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), das Germanische Nationalmuseum Nürnberg und die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt.