Have any questions?
+44 1234 567 890
5. März – 2. April 2026
Kleine Galerie des Halleschen Kunstvereins
Dienstag bis Samstag 15–17 Uhr
Programm
4. März 2026, 18 Uhr: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Einführung in die Ausstellung: Lutz Grumbach und Theo M. Lies im Gespräch
Zur Ausstellung
Susanne Damm, 1955 in Erfurt geboren, studierte 1974 bis 1980 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und wird vom dortigen genius loci der Leipziger Schule befeuert. Sie steht in der Tradition von Heisig, Tübke und Mattheuer, von Rink oder Zander. Zudem sah die sich als kreative Verbündete von Schriftstellern und Dichtern. Mit deren Werken setzte sich Damm intellektuell auseinander und schuf eigenständige Reflektionen voller Anspielungen und Verschlüsselungen. Dabei zog die Künstlerin alle Register ihrer virtuosen Meisterschaft. Arbeiten zu Heinrich Manns „Professor Unrat“ und besonders zu Erich Kästners „Fabian“ zeugen von einem sehr individuellen Blick auf das Wesen dieser Texte, die Damm wachen Geistes analysiert und mit der ihr eigenen Fantasie in filigrane, oft verschlüsselte Bildwerke übersetzt. Vergleichbar lesen sich auch ihre Halle-Bilder. Seit 1980 war Susanne Damm-Ruczynski freischaffend in Leipzig und Halle als Malerin, Grafikerin, Illustratorin und Gerichtszeichnerin tätig.
Aus der Ausstellungseröffnung
Grandiose Ausstellungseröffnung gestern Abend in unserer Kleinen Galerie! Leider reichten unsere drei Ausstellungsräume nicht aus, um allen Gästen einen Platz einzuräumen. Tageszeit und Temperatur ließen eine Eröffnung - wie sonst üblich - vor der Galerie leider nicht zu.
Sehr viele Mitglieder des Kunstvereins sowie Künstler und Kunstliebhaber, von denen viele Susanne Damm-Ruczynski noch kannten, waren gekommen, um sich noch einmal an die 2022 verstobene Künstlerin zu erinnen und ihre künstlerische Arbeit zu würdigen. Anwesend war neben vielen ehemaligen Freunden und Wegbegleitern auch Dr. Sabine Kneist, die Schwester von Susanne Damm, die extra aus Erfurt angereist war und die die meisten der Arbeiten für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Wir haben uns sehr gefreut, sie bei uns, beim Halleschen Kunstverein in der Kleinen Galerie begrüßen zu können.
Nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Karola Waterstraat führten Vereinsmitglied Theo M. Lies und Ausstellungsinitiator Lutz Grumbach in die Ausstellung ein. Beide waren mit der Künstlerin bekannt und konnten eine Einordnung ihres künstlerischen Schaffens vornehmen. Sie wiesen zum einen auf die hohe künstlerische Meisterschaft hin, die sich u.a. im ausgestellten Mappenwerk zu "Fabian" von Erich Kästner zeigt, entstanden zu einer Bühnenfassung am neuen theater und seinerzeit inszeniert von Peter Sodann. Hingewiesen wurde aber auch auf die Halle-Ansichten, die Ende der 1980er Jahre entstanden und vielen sicher unbekannt waren. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte diesmal Holger „Scotti“ Gottwald.
Alle Beteiligten ist ausdrücklich für ihr Engagement bei der Gestaltung der Ausstellungseröffnung zu danken.