Hallescher Kunstpreis
   

2008     2009     2010     2011     2012     2013     2014     2015     2016     2017     2018     2019     2020    

 

Gerhild Ebel
Hallescher Kunstpreis 2020

Nach der Entscheidung des Kuratoriums des Halleschen Kunstpreises auf seiner 14. Sitzung wird die Grafikerin und Buchkünstlerin Gerhild Ebel mit dem halleschen Ehrenpreis für bildende Kunst im Jahr 2020 ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2008 jährlich für ein bedeutendes künstlerisches Werk als erster Ehrenpreis der Stadt Halle für bildende Kunst verliehen.

Der vom Halleschen Kunstverein ausgelobte, von der Stadt Halle mitgetragene sowie von der Stiftung der Saalesparkasse und privaten Sponsoren großzügig unterstützte Preis wird zu einem späteren Zeitpunkt im Zusammenhang mit einer Personalausstellung der Künstlerin im Literaturhaus Halle in einer festlichen Veranstaltung überreicht.

G. Ebel  G. Ebel
G. Ebel  G. Ebel
G. Ebel  G. Ebel

»quartett, experimental literature and art« no. 1 – 4 (Hrsg.) 2008–2017"; »Die Sammlung« Objektserie 2020, work in progress;
»ALEPPO« Künstlerbuch (Papierschnitt mit Cutter) 2016; »horizon« Künstlerbuch (Acryl) 2019;
»origin II« Papierschnitt mit Cutter 200; »CUT« Installation 1999, Künstlerbuch(Papierschnitt mit Cutter) 1999

Die hauptsächlich in Halle tätige Künstlerin Gerhild Ebel setzt sich seit Ende der 1980er Jahre vorwiegend mit experimenteller künstlerischer Literatur in den Grenzbereichen von Sprache, Bild und Wissenschaft auseinander. Ihre vornehmlich konzeptionellen Arbeiten, Installationen, Künstlerbücher, Papierschnitte, Grafiken, Prägedrucke und Objekte fanden bereits Eingang in über 50 renommierte Museen und Sammlungen in ganz Europa, Asien, Nordamerika und Südafrika. Gerhild Ebel gilt heute als eine international führende Persönlichkeit auf dem Gebiet der konzeptionellen Buchkunst.

Gerhild Ebel  Gerhild Ebel

»poesis 3.1« Blattserie (Tinte auf Kahara) 2019, work in progress; »portraits« Acryl auf Leinwand 2006

Mit der Preisvergabe würdigt das Kuratorium eine hoch geachtete Künstlerin mit einem umfangreichen, unverwechselbaren, vielseitigen und konzeptionell überzeugenden künstlerischen Werk. Von der Saalestadt Halle aus knüpfte sie ein internationales Netzwerk, welches sich in ihren Herausgeberschaften buchkünstlerischer Projekte dokumentiert. Die am Rande des Mainstreams wirkende Künstlerin überzeugt mit ihren spannungsreichen und mit besonderer Präzision erarbeiten Werken, die sich mit einschneidenden Ereignissen, mit der Psychologie des Menschen, mit der Sichtbarmachung unsichtbarer Materie, mit wissenschaftlichen Entwicklungen und anderen relevanten Themen auseinandersetzen und nicht zuletzt kalligraphisch die sinnliche Wirkung von Texten zu einer neuen Ikonographie erheben. Gerhild Ebel zeigt wie die anderen bisherigen Preisträger die große Vielfalt, die besondere Kreativität und Lebendigkeit der Kunstszene in Halle auf.



1965 geboren in Halle (Saale)
Studium der Phytopathologie, Martin-Luther-Universität Halle (Diplom 1990)
1990–1991 Arbeit als Wissenschaftlerin im Institut für Pflanzenschutz Halle
Seit 1988 konzeptionelle Arbeiten im Grenzgebiet von Kunst, Sprache und Wissenschaft (Installationen, Künstlerbücher, Grafiken, Performances, Prägedrucke, Objekte, experimentelle Literatur)
1991–2005 Freiberuflich in Berlin tätig

1991–2007 Herausgeberin der Künstlerzeitschrift »miniature obscure«
gemeinsam mit C. Ahnert
2008–2015 Herausgeberin der original-grafischen Edition »quartett«
Seit 2015 Herausgeberin der Enzylopädie für Literatur und Kunst »art_lex«

50 Buchveröffentlichungen in verschiedenen Verlagen
Seit 1989 zahlreiche Ausstellungen in internet, Museen und Galerien

Kunstpreise und Stipendien (Auswahl):
1993
Stiftung Kulturfonds Berlin;
1994 Land SA; 1996 Stiftung Kulturfonds Berlin;
1997 Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin;
1997 Institut für Auslandsbeziehungen ifa;
1998 Stiftung Kulturfonds Berlin;
1999 Land SA;
2000 »Anhaltischer Kunstpreis«;
2000 Stiftung Kulturfond Berlin;
2001 »V. O. Stomps-Preis« gms. mit Cornelia Ahnert;
2001 »Marianne-Brandt-Preis« Ak.;
2001 Aufenthaltsstipendium in Amsterdam;
2002 Kulturfonds Berlin;
2005 Land SA;
2006 Kunststiftung des Landes SA;
2008 Alfred Ritter GmbH & Co.KG;
2011 »Kunstpreis der ABoT« Ak. Wien;
2019 »Grafik des Jahres« Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Arbeiten in mehr als 50 internationalen Museen und Sammlungen:
Museum of Modern Art, New York/USA; New York Public Library/USA; Columbia University, New York/USA; San Francisco Museum of Modern Art/USA; Stanford University Libraries California/USA; Yale University, New Haven/USA; Havard University, Cambridge/USA; Art Institute of Chicago/USA; The Sterling and Francin Clark Art Institute, Williamstown/USA; Frederick R. Weisman Art Museum, Minneapolis/USA; Wits Art Museum, Johannesburg/ ZA; Musashino Art University, Kodaira/J; Museum of Contemporary Poetry, Kitakami/J; Centre Georges Pompidou, Paris/F; Bibliothèque Nationale de France, Paris/F; Victoria & Albert Museum, London/GB; Tate Gallery, London/GB; Manchester Metropolitan University/GB; Bibliothèque Nationale, Luxembourg/L; Albertina, Wien/A; MAK Wien/A; Akademie der Bildenden Künste, Wien/A; Museum van het boek, Den Haag/NL; Universitätsbibliothek Basel/CH, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg/D; HAB Wolfenbüttel/D; HAAB Weimar/D; Anhaltische Landesbücherei, Dessau/D; Bayerische Staatsbibliothek, München/D; Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig/D; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt/D; Klingspor Museum, Offenbach/D; Kunstsammlung Jena/D; Neues Museum Weserburg, Bremen/D; Kunstsammlungen Chemnitz/D; Staatliche Museen zu Berlin/D; Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes SA Halle/D u.a.

Lebt freiberuflich als Künstlerin, Autorin und Herausgeberin in Halle