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13. August – 10. Oktober 2026
Kleine Galerie des Halleschen Kunstvereins
Dienstag bis Samstag 15–18 Uhr
Programm
12. August 2026, 18 Uhr: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Begrüßung: Karola Waterstraat, Vorsitzende // Einführung: Lutz Grumbach // musikalische Begleitung: Thomas Wittenbecher (Akkordeon)
11. September 2026, 18 Uhr: KÜNSTLERGESPRÄCH
mit Michael Bunge und Prof. Helmut Brade, Moderation Theo M. Lies
Zur Ausstellung
Ich will in meinen Bildern Geheimnisse nicht aufschlüsseln und im Sinne der Aufklärung ergründen, sondern diese als Lebensinhalte anerkennen und mit Respekt in meine Arbeiten integrieren.
Die Wurzeln meiner Arbeiten gehen auf meine Herkunft aus der Stadt Halle zurück, wo mein Vater an der dortigen Kunsthochschule eine Professur für Malerei innehatte. Von daher ergaben sich bestimmte Wahrnehmungen und Sichtweisen, geprägt von den dortigen Lichtverhältnissen und atmosphärischen Stimmungen.
Dabei geht es mir in meinen Bildern immer um die Wirkung narrativer Elemente. Von daher kommt nur gegenständliche Malerei Betracht. Sie ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Erinnerung, Intuition, Assoziation und Wissen – stets gepaart mit dem Ziel, etwas Neues entstehen zu lassen, das einen eigenen, noch unbekannten Zauber besitzt. Man kann diesen auch Poesie nennen.
Die Bilder sind in Mischtechnik entstanden, Kohlezeichnung und Ölmalerei. Der Wechsel und das Zusammenspiel beider Techniken kennzeichnet verschiedene Ebenen der Wahrnehmung z. B. direkte farbige Konturen für das konkrete Sehen und skizzenhafte, flüchtige Darstellungen für die Ebenen des Traums oder der Erinnerung.
(Michael Bunge über seine Arbeiten)
Zu Michael Bunge
- 1947 geboren in Halle (Saale)
- 1959 Übersiedlung nach Kassel
- 1967–1975 Studium der Architektur an der TH Darmstadt, Diplomabschluss, Mitarbeit im Fachbereich „Plastisches Gestalten“ von Prof. Waldemar Grzimek, erste zeichnerische und malerische Arbeiten
- 1975–1978 angestellt in freien Architekturbüros
- 1980–1982 Freier Mitarbeiter bei Otto Steidle, Projekt „documenta urbana“
- 1983–2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gesamthochschule Kassel bei Prof. Thomas Herzog
- 1987 Wechsel an die TU-Darmstadt
- 1989–1993 Entwurf, Planung und Errichtung von 22 Reihen- und Einfamilienhäusern im Anschluss an die “documenta-urbana” in Kassel
- 1991–1993 Gastprofessur in Halle an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein
- 1994–1996 Lehrauftrag an der FH Oldenburg für Baugeschichte der Antike
- seit 2012 beruflicher Ruhestand als Architekt, intensives Arbeiten in der Malerei und Zeichnung
- Ausstellungen in Halle, Kassel, Offenbach, Berlin und Weimar
- Mitglied im Halleschen Kunstverein
Aus der Ausstellungseröffnung
Foto: Angela Dolgner
Hochsommerliche Temperaturen wares auch an diesem frühen Mittwochabend, die uns aber nicht davon abbrachten, die Eröffnung der Ausstellung mit Arbeiten von Michael Bunge vor der Galerie und in der Fußgängerzone zu feiern. Viele Kunstvereinsmitglieder waren gekommen, dazu zahlreiche gute Bekannte und Freunde von Bunges. Und so gab es kurz vor der (fast) Sonnenfinsternis Gelegenheit, über die Kunst im Allgemeinen sowie die von Michael Bunge ins Gespräch zu kommen.
Nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Karola Waterstraat führte - auf Wunsch des Künsterls - Lutz Grumbach, Ehrenmitglied unseres Vereins, in einem kurzen Vortrag ganz wunderbar in die Ausstellung ein. Für die musikalische Begleitung der Eröffnungsveranstaltung sorgte Thomas Wittenbecher mit seinem Akkordeon.
Ein herzlicher Dank allen, die im Vorder- und Hintergrund zum Gelingen der Ausstellungseröffnung beigetragen haben. (13.08.26/kw)