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20. September 2025 – 7. März 2026 (verlängert)
Café im Opernhaus Halle
vor und während der Ausstellungen
Mit Beginn der neuen Spielzeit im Opernhaus Halle erhält der Hallesche Kunstverein erneut die Gelegenheit, eine interessante künstlerische Position im Café des Opernhauses zu präsentieren. Dazu haben wir Sebastian Friedrich eingeladen, der Absolvent der halleschen Kunsthochschule ist und zum ersten Mal Arbeiten einem größeren Kunstpublikum in der Saalestadt vorstellt.
Sebastian Friedrich zeigt Menschen, die sich inszenieren – nicht aus Eitelkeit, sondern als bewussten Ausdruck von Haltung, Stil und Gegenwart. Seine Figuren treten auf wie auf einer Bühne: selbstbewusst, konzentriert, inmitten alltäglicher, oft intimer Szenen. Ein zentrales Werkensemble der Ausstellung ist den neun Musen gewidmet – jenem mythischen Ursprung weiblicher Inspiration. Doch es sind keine antiken Allegorien, die er malt. Es sind reale Modelle, die in die Rolle der Muse treten, sie mit Gegenwart füllen und Ambivalenz zulassen. Friedrich reagiert damit auch auf die Omnipräsenz der modernen Medien, in denen Authentizität längst zur bewusst reflektierten Inszenierung geworden ist.
5. März – 2. April 2026
Kleine Galerie des Halleschen Kunstvereins
Dienstag–Sonntag 15–17 Uhr
Mit der Ausstellung erinnert der Kunstverein an die hallesche Künstlerin Susanne Damm-Ruczynski, die von 1974 bis 1980 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studierte und in ihrer Arbeit vom dortigen genius loci der Leipziger Schule befeuert wurde. Sie steht in der Tradition von Heisig, Tübke, Mattheuer, Rink oder Zander und sah sich auch als kreative Verbündete der Schriftsteller und Dichter.
Mit deren Werken setzt sie sich intellektuell auseinander und bietet eigenständige Reflektionen voller Anspielungen und Verschlüsselungen an. Dabei zieht Susanne Damm-Ruczynski alle Register ihrer virtuosen Meisterschaft. Arbeiten zu Heinrich Manns „Professor Unrat“ und besonders zu Erich Kästners „Fabian – Die Geschichte eines Moralisten“ zeugen von einem sehr individuellen Blick auf das Wesen dieser Texte, die sie wachen Geistes analysiert und mit der ihr eigenen Fantasie in filigrane, oft verschlüsselte Bildwerke übersetzt. So lesen sich auch ihre Halle-Bilder.
14. März – 28. Juni 2026
Café im Opernhaus Halle (Saale)
vor und während der Vorstellungen des Opernhauses
Medea ist eine faszinierende mythologische Figur, bewegen sich die Lesarten und Interpretationen dieser Frauengestalt doch zwischen vernichtender und mordender Hexe und gedemütigter, emanzipierter und kämpferischer Ehefrau und Mutter. Auf jeden Fall gilt sie als tragische Figur, deren psychische Verfassung geprägt ist vom Widerstreit unterschiedlicher Gefühle. Der Konflikt zwischen weiblicher Selbstbestimmung und Ausgrenzung als Zugewanderte macht Medea zur Projektionsfläche patriarchaler Machtansprüche.
Welchen Zugang finden die Künstlerinnen und Künstler zweier wortloser Genres – Ballett und Bildende Kunst –, die auf Symbolisierung und kreative Gestaltung spezialisiert sind? Die Choreografie des Ballettdirektors Michal Sedláček verbindet sich mit den Kostümen der Modedesignerin Olo Krizová. Inspiriert von Dramaturgie und Inszenierung der Oper haben sich fünf bildende Künstlerinnen und Künstler auf Einladung des Halleschen Kunstvereins e.V. auf den Weg gemacht, ihre Ideen für die Ausstellung im Operncafé umzusetzen.
19. März – 5. Juli 2026
Universitätsmuseum Halle, Löwengebäude
Mittwoch bis Sonntag 13–18 Uhr
Eine Schmuckkünstlerin begibt sich auf paläontologisches Terrain. Für Beate Eismann ist das kein Widerspruch. Vielmehr betrachtet die gebürtige Hallenserin Wanderungen zwischen Gebieten, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, als Herausforderung und Suche nach möglichen Schnittstellen, gepaart mit Neugier an wissenschaftlichen Themen und komplettiert durch Kreativität und schmuckkünstlerisches Handwerk.
Für ein 2025 veröffentlichtes Buchprojekt hat die Künstlerin „26 SAURO(SYN)THESEN“ entwickelt mit dem Anspruch, wissenschaftliche Fragen mit künstlerischen Mitteln zu diskutieren. Begleitend entstanden seltsam anmutende, etwa handgroße Objekten, die u.a. durch die Verwendung von Edelsteinen die ursprüngliche Profession der Schmuckkünstlerin nicht verleugnen. Im historischen Kupferstichkabinett im Hauptgebäude der Universität wird diese Objektkunst erstmals gezeigt.